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So halten Sie das Auto frei von Coronaviren

Pavlit StaubsaugerIn Zeiten des Coronavirus steht vor allem die umfassende Hygiene von Händen und Smartphone an der Tagesordnung. Aufgrund des Verzichts auf öffentliche Verkehrsmitteln kommt jedoch nun auch das Auto nahezu für alle Wegstrecken zum Einsatz. Da sich auf einem Lenkrad durchschnittlich 107 Keime befinden, liegt die Befürchtung nahe, dass sich Coronaviren in den Innenräumen Ihres Autos wohlfühlen. Studien zufolge sind diese Erreger durchaus in der Lage, auf Oberflächen zwischen wenigen Stunden bis hin zu einem ganzen Tag zu überleben. Somit ist es ratsam, Ihr Auto vor jeder Fahrt einer gründlichen Reinigung zu unterziehen. Was es dabei zu beachten gilt, erfahren Sie hier.

Das Infektionsrisiko minimieren

So halten Sie das Auto frei von CoronavirenVor der eigentlichen Reinigung sollten Sie versuchen, die Oberfläche an der die Viren bevorzugt haften, zu reduzieren. Hierzu gehört, dass Sie alles, was Sie nicht unbedingt im Auto benötigen, entfernen. An erster Stelle stehen zum Beispiel benutzte Taschentücher sowie ähnliche Abfallprodukte. Des Weiteren sollten Sie Ihr Auto in der nächsten Zeit soweit möglich nicht teilen. Diese Empfehlung beinhaltet auch, dass Sie auf die Mitnahme von Personen aus einem anderen Haushalt verzichten.

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Welche Reinigungsmittel sind zu empfehlen?

Um ein Gespür dafür zu entwickeln, weshalb sich bestimmte Mittel gegen das Coronavirus bewähren, lohnt sich ein Blick auf die Eigenschaften dieses Erregers. Obwohl bislang noch nicht allzu viele belastbare Erkenntnisse über das neuartige Virus vorliegen, sind sich Experten einig, dass dieses von einer schützenden Fettschicht umgeben ist. Somit sind bereits einfache Fettlösemittel dazu in der Lage, diese Fettschicht innerhalb weniger Sekunden aufzulösen. Die in Reinigungsmitteln enthaltenen Tenside sorgen dafür, dass Coronaviren in sich zusammenfallen und dadurch ihre krankmachende Wirkung verlieren.

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Daher sind nicht zwangsläufig aggressive Substanzen wie Bleiche oder Desinfektionsmittel notwendig, um dem Coronavirus entgegenzuwirken. Milde Produkte wie Handseife oder Geschirrspülmittel sind vollkommen ausreichend. Diese sind vor allem im Autoinnenraum vorteilhaft, um an empfindlichen Oberflächen keine Schäden zu hinterlassen. Möchten Sie dennoch nicht ganz auf Desinfektionsmittel verzichten, sollten Sie dessen Wirkung zuerst an einer unauffälligen Stelle testen. Zeigt diese auch nach einiger Zeit keinerlei Veränderung, ist eine vollständige Anwendung denkbar. Welche Reinigungsmittel für den Innenraum Ihres Autos geeignet sind, zeigt Ihnen folgende Tabelle:

Reinigungsmittel Beschreibung
Cockpitfenster
  • im Zubehörhandel erhältlich
  • beseitigt Viren und Keime
  • schonend für Leder, Plastikteile und Stoff
Handseife
  • mild und schonend für alle Gegenstände im Auto
Geschirrspülmittel
  • mild und schonend für alle Gegenstände im Auto
Bleiche
  • zuerst an unauffälligen Stellen ausprobieren, um Folgeschäden zu vermeiden
Desinfektionsmittel
  • zuerst an unauffälligen Stellen ausprobieren, um Folgeschäden zu vermeiden

Tipp: Bevor Sie in Ihr Auto steigen, sollten Sie Ihre Hände mit Feuchttüchern, die Wasch-Tenside enthalten, reinigen. Auf diese Weise verringern Sie das Risiko, dass Coronaviren überhaupt erst in Ihr Auto gelangen.

Was ist bei der Wahl des Putztuchs zu beachten?

Besonders bei empfindlichen Oberflächen wie beispielsweise dem Navigationsgerät oder vergleichbaren Touchscreens nimmt das jeweilige Putztuch unmittelbaren Einfluss auf den Reinigungserfolg. Am besten geeignet sind fusselfreie Microfasertücher, die überwiegend auch bei Brillen für eine klare Sicht sorgen. Insgesamt lassen sich damit bis zu 80 % der angesammelten Keime entfernen. Um sicherzugehen, dass keine Keimübertragung stattfindet, sollten Sie vorsorglich für jeden Bereich ein separates Reinigungstuch verwenden. Unterschiedliche Farben schließen aus, dass es zu Verwechslungen kommt. Für diese vier Bereiche empfiehlt sich jeweils ein eigenes Reinigungstuch:

  • Bad
  • Küche
  • Wohnraum
  • Auto

So gelingt die Reinigung Ihres Autoinnenraums

Unabhängig davon für welches Reinigungsmittel Sie sich entscheiden, gestaltet sich die Reinigung immer gleich. Bevor Sie mit der Reinigung Ihres Autoinnenraums beginnen, sollten Sie Ihre Hände gründlich waschen. Bei Bedarf empfiehlt sich die Verwendung von speziellen Putzhandschuhen. Um das anschließende Putzen so einfach und effizient wie möglich zu gestalten, ist es sinnvoll, alle Stellen vorab mit einem einfachen Staubtuch abzuwischen. Nachdem Sie die jeweilige Fläche mit dem gewünschten Reinigungsmittel behandelt haben, ist eine kurze Einwirkzeit notwendig.

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Dauerhaft sollte das Reinigungsmittel allerdings nicht auf den Flächen verbleiben. Zur Entfernung genügt ein feuchtes Tuch. Wichtig ist dabei, dass Sie alle Stellen, mit denen Sie direkt in Kontakt kommen, im Rahmen ihrer Reinigung einbeziehen. Hierzu gehören in erster Linie:

  • Lenkrad
  • Armaturenbrett
  • Schaltknauf
  • Griffe (auch der äußere Türgriff)
  • Touchscreens
  • Innenspiegel
  • Griff der Kofferraumklappe
  • Hebel zum Entriegeln der Fronthaube
  • Tankdeckel
  • Tankdeckelverschluss
  • weitere Bedienelemente

Tipp: In Zeiten von Corona empfiehlt es sich, beim Tanken grundsätzlich die bereitgestellten Dieselhandschuhe zu tragen.

Im Anschluss an die Reinigung waschen Sie das verwendete Tuch zunächst gründlich mit Wasser aus. Danach ist es wichtig, dass das Tuch möglichst schnell an der Luft trocknet. Je länger das Tuch zum Trocknen benötigt, desto größer ist das Risiko, dass sich zahlreiche Keime darauf ansammeln. Für maximale Hygiene sorgt die regelmäßige Wäsche bei 60 Grad in der Waschmaschine. Zum Schluss waschen Sie sich erneut die Hände.

Klimaanlage nicht vergessen

In Zeiten wie diesen sollten Sie jegliche Infektionsquellen meiden. Hierzu gehört, dass Sie möglichst ganz auf den Einsatz Ihrer Klimaanlage verzichten. Ansonsten sorgt die Umluft dafür, dass mögliche Keime aus dem Innenraum eingesogen und anschließend wieder zurückgegeben werden. Auf diese Weise unterstützen Klimaanlagen eine aktive Zirkulation des Virus.

Tipp! Grundsätzlich wird empfohlen, den Innenraumfilter von Klimaanlagen mindestens einmal im Jahr auszutauschen. Dadurch soll dem Einnisten von Keimen im System vorgebeugt werden. Dieses Vorhaben lässt sich bestens in Ihre coronabedingte Reinigung integrieren.

Was ist beim Carsharing zu beachten?

Das sogenannte Carsharing gewinnt seit geraumer Zeit an zunehmender Beliebtheit. Konkret geht es darum, dass sich eine unbestimmte Anzahl an Personen nacheinander ein einziges Fahrzeug teilt. Da diese in keinerlei Kontakt zueinander stehen, ist die Hygiene im Innenraum des Fahrzeugs insbesondere während Corona von enormer Bedeutung.

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Um Ihnen als Nutzer maximale Sicherheit zu gewährleisten, versichern die jeweiligen Anbieter eine verstärkte Reinigung ihrer angebotenen Fahrzeuge. Da eine komplette Reinigung des Fahrzeuginnenraums nicht vor jeder Fahrt verbindlich zugesichert werden kann, sollten Sie vor der Abfahrt persönliche Sicherheitsmaßnahmen treffen. Neben den allgemein geltenden Verhaltensrichtlinien ist es ratsam, alle Dinge mit denen Sie in direkten Kontakt kommen, mit Seife oder Geschirrspülmittel zu reinigen. Auf aggressive Lösungen wie unter anderem Desinfektionsmittel ist beim Carsharing unbedingt abzusehen.

Fazit

Die gründliche und gewissenhafte Reinigung Ihres Autos kann während der aktuellen Situation das Risiko einer Coronavirusinfektion zusätzlich senken. Damit die gewünschte Wirkung allerdings eintritt, sollten Sie diesen Reinigungsprozess vor jeder Fahrt unbedingt einhalten. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie vom Einkaufen, Tanken oder Arzt kommen. Da sich der empfohlene Mindestabstand im Auto nur schwer einhalten lässt, sollten Sie bis auf Weiteres außerdem auf die Mitnahme von Fahrgästen verzichten.

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Bildnachweise: Adobe Stock / Coolpicture, Amazon / Pavlit

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