Staubsauger Energiespartipps – Tipps zum stromsparenden Saugen

Bosch BBHMOVE4 2Die Möglichkeiten beim Staubsaugen Strom zu sparen und somit weniger Stromkosten zu verursachen, sind zwar zugegebenermaßen überschaubar, aber es gibt sie. Allen voran durch eine strategische Vorgehensweise beim Saugen, einer regelmäßigen Wartung des Geräts sowie bedachten Auswahl des Staubsaugers bei der Anschaffung lässt sich ein unnötiger Energieverbrauch verhindern bzw. vermindern. In unserem Ratgeber über Staubsauger Energiespartipps gehen wir tiefer auf das Thema ein. Falls auch Sie künftig Geld sparen und die Umwelt schonen wollen, sollten Sie aufmerksam weiterlesen.

Das eigene Nutzungsverhalten beim Staubsaugen überdenken

energiespartipps Seit Jahren kennen die Strompreise nur noch eine Richtung: bergauf! Das macht sich nicht nur bei der Nutzung elektrischer Unterhaltungselektronik bemerkbar, sondern auch bei Ihren elektrischen Alltagshelfern zum Putzen – und somit ist auch der Staubsauger davon betroffen. Doch welche Tipps gibt es, um beim Staubsaugen Strom zu sparen?

Steht kein Neukauf auf dem Plan, lässt sich in erster Linie durch eine Verringerung der Nutzungsdauer Strom sparen. Intensivnutzer, die jeden Tag 20, 30 oder mehr Minuten saugen, sollten ihren „Ordnungswahn“ und „Putzfimmel“ überdenken.

Denn im Schnitt reicht es aus, wenn täglich 8 bis 10 Minuten gesaugt wird, wobei es in den meisten Fällen nicht nötig ist, tagein tagaus die Räumlichkeiten durchzusaugen. Das soll aber kein Aufruf sein, im Dreck zu leben und diesen liegen zu lassen.

Es kommt eben auf das richtige Maß an, das jeder Haushalt für sich selber finden muss. Wie oft Sie den Staubsauger in Ihren heimischen vier Wänden einsetzen, müssen Sie mit Ihrem eigenen Reinheitsempfinden festlegen. Aber nur in den seltensten Fällen wird wohl ein täglicher Staubsauger-Gebrauch vonnöten sein.

Staubsauger Kauftipps: Weniger Watt, aber mit Saugkraftregulierung

  • Wenn Sie einen neuen Staubsauger kaufen wollen, haben Sie dagegen die große Chance, das Einsparpotential des künftigen Saugers besser auszuschöpfen. Bedenken Sie, dass jedes Watt mehr an Aufnahmeleistung die Stromkostenrechnung nach oben treibt. Und für die Saugleistung ist die Watt-Zahl weitaus weniger wichtig, als viele denken. Vielmehr beschreibt sie nur, wie viel Strom das Gerät aus der Steckdose zieht.
  • Eine höhere Power kann jedoch sinnvoll sein, wenn Sie mit dem Staubsauger eine großflächige Nutzung – wie beispielsweise in einem Haus – anstreben. Brauchen Sie dagegen einen Sauger für eine kleinere Wohnung im Ein- oder Zwei-Zimmer-Bereich, dann genügen leistungsschwächere Kompaktsauger vollkommen aus.
  • Das Gros der handelsüblichen Staubsauger für den Privatbereich verfügt über eine maximale Leistungsaufnahme von 1.600 Watt, wobei ab September 2014 die neuen EU-Regelungen gelten, wonach nur noch Staubsauger mit eben dieser Watt-Zahl als Höchstleistung verkauft werden können. Ab 2017 liegt die Obergrenze dann sogar nur noch bei 900 Watt. Weitere Informationen gibt es unter EU Wattbeschränkung für Staubsauger.
  • Ein Verlust der Saugleistung ist jedoch nicht zu befürchten, da die Hersteller wie Miele, Siemens, AEG entsprechende Innovationen entwickelt haben, so dass selbst moderne Staubsauger mit weit weniger als 1.600 Watt genauso gut und gründlich saugen wie Modelle mit 2.000 oder mehr Watt.
  • Während Sie also auf Geräte mit hoher Wattleistung getrost verzichten können, sollten Sie dagegen darauf achten, dass der Staubsauger über eine Saugkraftregulierung verfügt, mit der Sie leicht verschmutzte und kleinere Flächen mit einer besseren Energiebilanz reinigen werden. Die Saugkraftregulierung gibt es eventuell als mechanische oder elektronische Variante, wobei die elektronische Variante natürlich komfortabler ist, da die Saugkraft automatisch an die Gegebenheiten (z.B. Untergrund) angepasst wird.

Weniger Strom verbrauchen dank Saugkraftregulierung

Bedenken Sie immer, dass die benötigte Saugstärke auch immer von der Art des Untergrund abhängt. Auf Hartböden wie beispielsweise Fliesen, Parkett oder Linoleum brauchen Sie kaum mehr Leistung als 500 Watt. Auf Teppichen benötigen Sie dagegen mehr Power.

Tipp! Um den Stromverbrauch beim Staubsaugen nicht unnötig in die Höhe zu treiben, sollte die verschiedenen Fußböden in der Wohnung oder dem Haus entsprechend nicht immer mit voller Leistung gereinigt werden. Vorausgesetzt, ihr Modell verfügt über die bereits erwähnte Saugkraftregulierung.

Durch das Regulieren der Saugkraft, können Sie den Stromverbrauch auf nur noch ein Drittel der Maximalleistung senken, wenn Sie auf Hartböden mit weniger Leistung dem Staub, Krümeln und Co. zu Leibe rücken.

Aber auf der anderen Seite darf nicht vergessen werden, dass eine zu geringe Leistung ein längeres und qualitativ unzufriedeneres Ergebnis den Reinigungsgrad betreffend nach sich zieht. Und wer mit zu wenig Aufnahmeleistung stark verschmutzte Teppiche säubern will, wird unweigerlich länger saugen, was dann auch wieder den Stromverbrauch ansteigen lässt. In unserem Ratgeber Staubsauger Stromverbrauch und Stromkosten berechnen finden Sie zu diesem Thema übrigens jede Menge Tipps und Tricks.

Stromsparen beim Staubsaugen mit der richtigen Vorbereitung

Staubsauger herausholen, an die Steckdose anschließen und schon kann das Staubsaugen beginnen. Doch bevor Sie mit dem Saubermachen starten, sollten Sie die anstehenden Arbeitsgänge gut durchplanen. Doch wie lässt sich mit einer strategisch klugen Vorbereitung Energie sparen?

  • Als erstes sollten Gegenstände, die das Staubsaugen behindern und stören könnten, aus dem Weg geräumt werden.
  • Bereiteten Sie die Fläche vor und schaffen Freiräume indem Sie Gegenstände wie Spielzeug von Kindern und Haustieren, (rollbare) Pflanzen, bewegliche TV-Tische, Schuhe, Zeitungsständern usw. beiseite räumen.
  • Das begünstigt zugleich eine optimale Kabelführung und Sie sparen Zeit und natürlich auch Strom. Andersrum kostet jede Verzögerung während der Sauger zweck- und sinnlos in Aktion ist, unnötig Strom und somit Geld.
  • Wenn es beim Staubsaugen doch Mal zu Unterbrechungen kommt, sollten Sie den Staubsauger ausschalten. Auch das gehört zu den klassischen Tipps zum Energiesparen beim Staubsauger.
  • Um darüber hinaus weniger Strom beim Staubsaugen zu verbrauchen, spielt das eigene Arbeitstempo eine große Rolle. Wer lange trödelt und langsam saugt, verbraucht folgerichtig auch mehr Strom. Das heißt natürlich nicht, dass Sie sich abhetzen sollen. Aber ein zügiges Arbeitstempo lässt die Stromkosten sinken.

Tipps für die Stromfresser im Haushalt

Haushaltsgerät Verbrauch und Kosten bei einer sehr guten Energieeffizienzklasse (1) Verbrauch und Kosten bei einer mittelmäßigen Energieeffizienzklasse (1) Energiespartipps
Staubsauger 0,15 – 0,2 kWH pro Saugen á 15 Minuten/ Rund 15,18 – 20,26 Euro pro Jahr 0,35 – 0,4 kWH pro Saugen á 15 Minuten/ 35,44 – 40,52 Euro pro Jahr
  • Effektives Saugen ist auf auf niedriger Leistung möglich
  • Vor dem Saugen alle Gegenstände aus dem Weg räumen
  • Wird der Staubsauger während des Saugvorgangs nicht benötigt, sollte er sofort ausgeschalten werden
  • Durch ein zügiges Arbeitstempo muss der Staubsauger nicht so lange in Betrieb sein
  • Das Kabel sollte immer optimal abgelegt werden, damit es nicht zu unnötigen Verzögerungen kommt.
  • Regelmäßiges Reinigen des Filters
  • Auch der Staubsaugerbeutel sollte regelmäßig gewechselt werden
  • Nach dem Saugen den Stecker ziehen
Kühl- und Gefrierkombination 60 – 90 kWH pro Jahr/ 16,80 – 25,20 Euro pro Jahr 140 – 180 kWH kWH pro Jahr/ 39,20 – 50,40 Euro pro Jahr
  • Temperatur nicht zu tief einstellen
  • Ideal je nach Lebensmittel und Zweck sind +5 bis -7°C
  • Temperaturzonen des Kühlschranks beachten (oben wärmer als unten)
  • Kühlgeräte sollten nicht in der Nähe von Wärmequellen wie Herden, Heizung oder Spülmaschinen stehen
  • Nur bei Bedarf öffnen und schnell wieder schließen
  • Defekte Türdichtungen sofort auswechseln
  • Keine heißen Speisen reinstellen
  • Lüstungsöffnungen an der Rückseite sollten nicht direkt an der Wand sein
  • Regelmäßig abtauen
Herd-Kochfeld-Kombination 0,7 – 0,9 kWH pro Kochen/ Backen á 30 Minuten/ Rund 35.77 – 45.99 Euro pro Jahr 1,2 – 1,4 kWH pro Kochen/ Backen á 30 Minuten/  122.64 – 143.08 Euro pro Jahr
  • Ungenutzte Herdplatten sofort ausstellen
  • Die Größe der genutzten Töpfe und Pfannen sollte der Größe der Kochfelder entsprechen
  • Je nach Menge der Speisen sollten geeignete Töpfe und Pfannen genutzt werden
  • Auch die Restwärme der Herdplatten oder des Ofens können noch genutzt werden
  • Durch Vorheizen des Ofens kann bares Geld gespart werden
Waschmaschine 140 – 160 kWH pro Jahr/ 39,20 – 44,40 Euro pro Jahr 170 – 180 kWH pro Jahr/ 47,17 – 50,40 Euro pro Jahr
  • Falls möglich empfiehlt sich eine Waschmaschine mit Warm- und Kaltwasseranschluss und
  • die Erwärmung des Wassers mit Solar-Energie, sowie die Verwendung von Regenwasser
  • Moderne Geräte können dank Sensoren das Gewicht der Wäsche messen und berechnen daraufhin das benötigte Wasser
  • Die Waschmaschine nur voll beladen anstellen
  • 1.000 Umdrehungen reichen zum Schleudern der Wäsche vollkommen
  • Nutzung von Energiesparprogrammen
  • Nach dem Waschen den Stecker ziehen
Legende: *1 Berechnung erfolgt auf der Basis durchschnittlicher Kosten für Strom laut des Verbraucherpreisindex 2014: 27,75 Cent/ kWH

Vor- und Nachteile von Energiesparen

  • Geringerer Stromverbrauch
  • Weniger Kosten
  • Schutz der Umwelt
  • Die Anschaffung neuer energiesparender Geräte ist  kostspielig

Regelmäßige Staubsauger Wartung hilft Energie zu sparen

Um effektiver zu Saugen, sollte der Staubsauger regelmäßig gewartet bzw. kontrolliert werden. Das klingt aber komplizierter als es ist. Denn wer immer wieder einen prüfenden Blick auf den Füllstand der Staubsaugerbeutels bzw. den Staubauffangbehälter der beutellosen Modellen wirft, sorgt für eine bessere Saugleistung. Denn wenn sich zu viel aufgesaugter Schmutz und Dreck im Beutel oder der Schmutzauffangkammer befindet, desto schwerer stellt sich der Sauger bei der Reinigungsleistung an.

Tipp! Um ein optimales Saugergebnis zu erzielen, sollten Sie den Auffangbehälter und Filter Ihres Staubsaugers regelmäßig reinigen – das gilt sowohl für Staubsauger mit Beutel, aber auch für Produkte ohne einen Beutel.

Weitere Tipps zu dieser Thematik liefert unserer Ratgeber Saugkraftverlust beim Staubsauger. Überdies ist es ratsam, auch den Luftfilter zu checken. Denn gealterte oder nie gereinigte Luftfilter sind für einen möglichst geringen Stromverbrauch und langen Lebensdauer des Staubsaugermotors alles andere als förderlich.

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